Haus auf Rentenbasis: als vorweggenommenes Erbe.

Submitted by tsar55 on Sun, 04/28/2019 - 03:10
German
 


25.
Erbenstreit verhinderbar?


Hausübergabe auf Rentenbasis mit Erbschaftseffekt


Über dies Thema müsste man Bücher füllen, um es ausreichend zu behandeln. Hier nur ein paar Gesichtspunkte:

Haus auf Rentenbasis: als vorweggenommenes Erbe.


Der Rentenbasisvertrag ermöglicht, eine die Erbschaft vorwegnehmende Schenkung im Rahmen des legalen Ermessens zu verfügen, ohne dass dies bei der Nachlassermittlung dem Nachlass teilweise oder vollständig zugeschlagen wird. Man beachte allerdings, dass dieser Effekt am ehesten vollständig eintritt, sofern beim Ableben des schenkenden Elternteils mindestens 10 Jahre verstrichen sind. Anderenfalls verfällt die Anrechenbarkeit nur prozentual anteilig während der Dauer der 10 Jahre.

Diese Vorgehensweise ermöglicht, das elterliche Vermögen freier zu verteilen als nach den Regeln des Erbrechts. Beispielsweise können die Eltern mit dem erwerbenden Kind zusammen wohnen. Dieses könnte gegenüber Geschwistern bevorzugt werden, was legitim erscheint, sofern das Pflegefallrisiko im gemeinsam bewohnten Haus übernommen wird.

Was bleibt den anderen Erben?


Wird nur ein Teil des Objektwertes in Rente verwandelt, so ergibt sich später ein nachlassrechtliches Verfahren über den übrigen Wert. Dies kann bewirkt werden, indem beim Übertragungsvertrag ein Grundpfandrecht eingetragen wird. Verschiedene andere Varianten sind möglich.

Als Hilfe für Ausgewogenheit zwischen den Erben: Unter anderem kann man vorsehen, dass die Leibrente eine Mindestdauer hat und dann bei früherem Ableben den Erben zusteht.

Hauskauf auf Rentenbasis: Minimal-Rentendauer vereinbaren.


Vorstehend erfolgten nur einige Grundsatzüberlegungen. Viele Möglichkeiten und Details sind vertragsrechtlich wählbar. Alle Vereinbarungen sind vor der notariellen Beurkundung mit einem Steuerberater auf Besteuerungseffekte zu untersuchen. Sodann wird der Notar im Rahmen der "Belehrungspflicht" für Einhaltung von Gesetz und Vernunft beitragen.

Die Verminderung der Konfliktrisiken bei Erbsachen, dies wird immer Aufgabe der Vererbenden sein - normalerweise Eltern für ihre Kinder. Die fachliche Berater können hier nur begrenzt mitdenken.

Eltern, Kinder: Das lebenslange "Gerechtigkeits-Problem"


Beispielsweise, die Eltern sollten genau überdenken und vorzugsweise mit den Kindern erörtern, was sie vorsehen und wie sie es rechtfertigen. Der Anspruch auf gleichbehandelnde Gerechtigkeit zwischen Geschwistern, dieser Anspruch endet nicht mit dem Ableben. Wenn die Eltern nicht für das Empfinden von gerechter Erbschaftsverteilung vorsorgen, kommt es leicht zu Prozessen über die Erbschaftsverteilung.

Dann soll die Justiz die bei den Eltern schmerzlich vermisste Gerechtigkeit doch bitte herstellen. Das kann Justiz aber nicht. Es wird dann nur die eine empfundene Ungerechtigkeit durch eine andere empfundene Ungerechtigkeit ersetzt. Die Anwalts- und Gerichtskosten können dann durchaus rund ein Drittel des Nachlassvermögens aufzehren. Schlimmer noch: Die Rechtsstreite zerstören die Familienbeziehung dauerhaft und belasten jahrelang die Lebensqualität der Streitenden.

Eltern werden dies nicht wollen. Sie sind in der Pflicht, es durch sorgfältige Überlegung zu verhindern. Aber wie? - Hierfür nun ein paar Denkanstöße:
 

iide

Submitted by Visitor (not verified) on Sat, 06/30/2018 - 03:10
Hier endet der erste Teil dieses Textes.
Für mehr bitte jetzt einloggen.

Oft auf dieser Website können Sie Weiteres nur lesen, sofern eingeloggt.
Noch nicht Leser / Mitglied / Benutzer dieser Website?
Einfach als Benutzer registrieren.

Keine Kosten. Datenschutz: E-Mail-Adresse genügt.
Fertig in 30 Sekunden.

» Eintrag als Leser