Zusätzliche Gesichtspunkte bei Wohnrecht und Nießbrauch.

Submitted by tsar55 on Sat, 05/04/2019 - 03:10
German
 


32.
Zusatzaspekte (Wohnrecht, Nießbrauch)


32.1
Steuerliche Effekte: Dies kann wesentlich sein.

Dies gilt vor allem, wenn Schenkung einer Immobilie vorliegt. Der Staat hat steuerrechtlich den heutigen Gewohnheiten der Familiengestaltung nicht Rechnung getragen. Patchwork-Familien und Zusammenleben ohne Trauschein, dies kann zu erheblicher Besteuerung führen.

Natürlich ist der Staat froh, dass er religionsnahe schein-ethische Gründe vorschieben kann, um diese unfaire Fiskal-Maximierung fortsetzen zu können. Wenn es um viel Geld aus unfairer Handlungsweise geht, fehlt es nie an verbaler moralischer Legitimierung.

Man kläre das Vorgesehene mit Sorgfalt, was die steuerlichen Effekte anbetrifft: Schenkungssteuer, Erbschaftssteuer, Grunderwerbsteuer, Versteuerung von Wertsteigerung. Für vieles ist eine Frist von 10 Jahren bedeutsam.

32.2
Kombination mit anderen Formen, insbesondere Rentenbasis-Verkauf.

Ein Eigenheim oder auch eine Eigentumswohnung kann zwischen Verwandten oder Fremden übertragen werden, indem mehrere Formen kombiniert werden, beispielsweise:
Barzahlung, Teil-Schenkung, Rentenbasis, lebenslanges Wohnrecht, Recht der Untervermietung.

Was gewollt ist, müssen die Beteiligten untereinander aushandeln. Wie das Nebeneinander vertraglich zu gestalten ist, darum kümmert sich zweckmäßig der beurkundende Notar.

32.3
Die vorzeitige Aufgabe des Wohnrechts oder Nießbrauchs.

Dies sollte unbedingt in der notariellen Urkunde geregelt werden.


Es kann viele Gründe dafür geben, dass die zum Bleiben berechtigten Verkäufer nicht mehr bleiben möchten. Beide Seiten haben ein Interesse, zu wissen, wie damit umzugehen ist.

Beispielsweise kann vorgesehen werden, dass die Leibrente sich dann um den Mietwert des Wohnrechtes beziehungsweise des Nießbrauches erhöht. Denn die ausziehenden Verkäufer müssen dann ja einen anderweitigen Aufenthalt finanzieren, beispielsweise in einem Pflegeheim.

Der Zeitpunkt der entsprechend Freistellung der Immobilie ist gewöhnlich bei Vertragsabschluss nicht planbar. Eine Kündigungsfrist könnte vorgesehen werden. Die bei Juristen übliche Kopplung an ein Quartalsende ("... Monate zu einem Quartalsende") gibt hierfür wenig Sinn ab. Die Kündigungsfrist kann einfach mit einer Anzahl von Monaten definiert werden.

Ersatzleistung monatlich oder als Einmalbetrag?


Für den Fall der Aufgabe des Bleiberechts muss die Ersatzleistung nicht unbedingt eine monatliche Zahlung sein. Es könnte sich auch um ...
 

iide

Submitted by Visitor (not verified) on Sat, 06/30/2018 - 03:10
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